Die neolithische Stadt Çatalhöyük, auf dem südanatolischen Hochplateau gelegen und etwa 14 Hektar groß, zeugt von bedeutenden sozialen Veränderungen und Entwicklungen wie dem Beginn von Ackerbau und Jagd, die mit dem Übergang zur Sesshaftigkeit einhergingen – einem entscheidenden Schritt in der Menschheitsgeschichte. Çatalhöyük besteht aus zwei Hügeln. Der längere Osthügel umfasst 18 neolithische Siedlungsschichten aus der Zeit zwischen 7400 und 6200 v. Chr. Diese Schichten enthalten Wandmalereien, Reliefs, Skulpturen und andere künstlerische Elemente, die die soziale Organisation und den Übergang zur Sesshaftigkeit symbolisieren. Der Westhügel hingegen weist kulturelle Merkmale der Kupfersteinzeit (Chalkolithikum) aus der Zeit zwischen 6200 und 5200 v. Chr. auf. Mit diesen Merkmalen ist Çatalhöyük auch ein wichtiger Beleg für den Übergang vom Dorf- zum Stadtleben, der in derselben Region über mehr als 2000 Jahre hinweg stattfand. Die Siedlung Çatalhöyük mit ihren über Dächer miteinander verbundenen Häusern und dem Fehlen von Straßen weist eine einzigartige Besonderheit auf. Obwohl im Nahen Osten und in Anatolien weitere neolithische Stätten gefunden wurden, besitzt die neolithische Stadt Çatalhöyük aufgrund der einzigartigen Kombination aus dem Umfang der Überreste, der Dichte der damaligen Bevölkerung, den ausgeprägten künstlerischen und kulturellen Traditionen und der Kontinuität über die Jahrhunderte hinweg einen außergewöhnlichen universellen Wert.
Historische Stätten
ÇATALHÖYÜK NEOLITHISCHE ALTE STADT
Çumra, Çumra, Konya
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Çumra, Çumra, Konya
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