Die Karatay Madrasa, heute Museum für Fliesenkunst, wurde 1251 von Emir Celâleddin Karatay während der Herrschaft des Seldschuken Sultans İzzeddin Keykâvus II. erbaut. Ihr Inneres ist mit Mosaiken und Fliesenpaneelen verziert. Man nimmt an, dass Muhammed bin Havlan ihr Architekt war. Die Madrasa, die während der Seldschukenzeit für den Unterricht in Hadith und Tafsir (Koranexegese) errichtet wurde, gehört zur Gruppe der Madrasas mit geschlossenem Innenhof. Ihre Wände bestehen aus Stein, während Kuppeln und Gewölbe aus Ziegeln gefertigt sind. Sie ist aus Sille Stein erbaut und eingeschossig. Der Eingang befindet sich im Osten und führt durch ein Tor aus blau weißem Marmor, ein Meisterwerk seldschukischer Steinmetzkunst. Über dem Tor befinden sich Inschriften zum Bau der Madrasa, und ausgewählte Verse und Hadithe sind als Reliefs in die übrigen Oberflächen eingemeißelt. Das Grab von Celâleddin Karatay befindet sich in der südwestlichen Zelle der Madrasa. Die Karatay Madrasa, die für die Fliesenkunst der anatolischen Seldschukenzeit von großer Bedeutung ist, wurde 1955 als „Fliesenmuseum“ der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Das Museum zeigt Fliesen und Keramik aus der Seldschuken-, Beylik- und Osmanenzeit, insbesondere Fliesen aus dem Kubad Âbâd Palast, Stuckverzierungen, Schränke, Fliesenplatten und Lampen. Das Museum ist täglich außer montags geöffnet.
Museen
Karatay Fliesenmuseum
Selçuklu, Konya
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